04

4

An der schönen blauen Spree

„ … und noch einmal, damits kein Zufall war …“ Wer in früher Jugend die Tanzstunde verpaßt hat, erhält jetzt eine zweite Gelegenheit.
Foxtrott, Walzer, Cha Cha Cha… Anton, der Tanzlehrer übernimmt auch gern mal die Damenrolle. Quer übers Tanzparkett balancieren währenddessen Kellner Teller mit dicken Wiener Schnitzeln. Und immer viel Lametta an den Wänden. Patinierter Charme dringt aus allen Ritzen.
Am 13. September 1913 eröffnete Fritz Bühler im Hof der Auguststraße 24/25 das Tanzlokal „Bühlers Ballhaus“.
 Zu „Clärchens Ballhaus“ wurde es nach dessen kriegsbedingten Tod. Die Witwe Clara führte das Lokal weiter. Es ist tatsächlich das einzige von ehemals 900 Berliner Ballhäusern zur Kaiserzeit, in dem heute noch jeden Abend getanzt wird. Im Sommer allerdings verliert das Haus seine Gäste an den Tanzboden direkt an der Spree. Der Blick auf das abendlich beleuchtete Bodemuseum garniert dann das Tanzvergnügen.