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Reise zum Mittelpunkt der Welt

Um den Mittelpunkt der Erde zu suchen, sandte Zeus vom äußersten Westen und vom äußersten Osten zwei Adler aus. Die Vögel trafen sich und ließen an jenem Punkt einen Stein zu Boden fallen. Der Architekt Andreas Schlüter schien überzeugt, dass die Steine genau vor das Berliner Stadtschloß fielen. Er ließ während des barocken Schlossumbaus Anfang des 18. Jh. am Schloß einen sogenannten Omphalos, eine runde Scheibe mit Nabelpunkt, anbringen und erklärte damit Berlin zum Mittelpunkt der Welt. Auch die preußische Meile fand folgerichtig hier ihren Nullpunkt.
1891 wurde der Schlossbrunnen ebenfalls auf diesen Nullpunkt vor das Schloßportal II gesetzt. Die Berliner nannten den von Neptun regierten Brunnen „Forkenbecken“, war doch der damalige Bürgermeister Forckenbeck nebst Kaiser und Bildhauer bei der feierlichen Einweihung anwesend. Infolge des Krieges wurde der Brunnen schließlich vor das Rote Rathaus versetzt.
Dieses Krokodil hilft einem Seehund, einer Schildkröte und einer Schlange beim Wasserspucken.